Die ungesteuerte, drallstabilisierte Taifun sollte im
senkrechten Salvenschuss aus Gestellen mit jeweils 30
Raketenführungen gestartet werden. Anfangs waren 46 geplant. Die
Skoda-Werke schlugen dazu den Umbau der Lafette 8,8 cm Flak 36
vor. Man rechnete beim Verschuß mit einer Nachladezeit von vier
Minuten. Um diese Zeit überbrücken zu können, sollte jede
Batterie mindestens sechs Abschußgestelle erhalten. Die einzelne
Rakete war mit einem einstellbaren Zünder vom T'p AZR 2
ausgerüstet. Die Start-Einleitung erfolgte durch eine
elektrische Zündung im Abschussgestell. Die Taifun F war im
Herbst 1944 bereits soweit entwickelt, daß am 14. September 1944
in Berlin eine Besprechung stattfand, die das Ziel hatte,
festzulegen, wie das Projekt in Zusammenarbeit aller beteiligten
Abteilungen von Flak-E mit höchster Dringlichkeit in kürzester
Zeit bis zur Massenfertigungsreife durchgezogen werden könnte.
Neben dem EMW in Karishagen (80 Stück) sollten die Benteler
Werke in Bielefeld (420 Stück) einen Fertigungsauftrag erhalten.
Zum Stichtag 14. Oktober 1944 heißt es "500 Geräte Taifun sind
bei der EWM K'hagen in Auftrag gegeben, zu denen die
Geschoßköpfe bei DWM, Lübeck, und die Hecks bei der Firma Wirth,
Berlin, gefertigt werden." Die Benteler-Werke produzierten nur
noch 420 Behälter für den Oxydator Salbei. Um das Projekt Taifun
F weiter zu beschleunigen, entsteht eine Arbeitsgruppe Taifun,
die am 17. Oktober 1944 erstmals tagt. Noch ist die Entwicklung
der Pulverpatrone für das Herausdrücken der Raketentreibstoffe
nicht abgeschlossen. Für das Erstellen von Schusstafeln fordert
Fl.Hpt.Ing. Dr. Behrens von der Flak-E 1 noch 4-6 Monate nach
dem endgültigen Abschluss der Geschoßentwicklung! (Außerdem wird
für das Schusstafelschießen ein Bedarf von 1000 Geräten
genannt.) (Bild oben; Taifun in einem Museum, Bild unten;
original Skizze der Taifun vom 17. Nov. 1944) |