Motorsegler und Motorgleiter

Die Kategorie mit dem Sammelnamen 'Motorsegler' hat zweierlei Ursprung. Die Entwicklungsrichtung des Segelflugzeugs mit Hilfsmotor, des sog. 'Motorseglers' im engeren Sinne, ist bedingt durch den Wunsch, ein Gerät zu schaffen, mit dem bei jeder Wetterlage, also auch bei Wetter, bei dem reiner Segelflug nicht möglich ist, Flugbetrieb durchgeführt werden kann. Das Ziel für diese Kategorie ist der Langstreckenflug, der durch die Überwindung größerer Abwindgebiete, in denen ein reiner Segelflug sein Ende finden würde, durch Motorkraft ermöglicht wird. Nebenher soll das Gerät dem ausgebildeten Segelflieger als Übungsgerät dienen und ihn für den Motorflug vorbereiten. Die andere Entwicklungsrichtung verzichtete auf ausgesprochen gute Flugleistungen, also auf die Segelfähigkeit mit stehendem Motor, und vertrat nur den Wunsch, für ausgebildete Segelflieger ein billiges Übungsgerät zu schaffen und sie so auf die Motorfliegerei im Rahmen der vormilitärischen Ausbildung der fliegerischen Jugend vorzubereiten. Diese Entwicklungsrichtung führte zum sogenannten 'Motorgleiter'. Beide Kategorien, 'Motorsegler' und 'Motorgleiter', haben etwa folgende Merkmale gemeinsam: Höchstleistung des Motors etwa 20 PS, höchstes Fluggewicht etwa 300 kg, größte Flächenbelastung etwa 20 kg/m². Rein baulich lehnen sich diese Flugzeuge stark an die im Segelflugzeugbau üblichen Methoden an. Anlässlich eines Vergleichfliegens wurde von für die fliegerische Ausbildung der Jugend verantwortlicher Stelle die Weiterentwicklung der zweiten Kategorie wegen zu geringen Leistungsüberschusses des Triebwerks abgelehnt.

Motorsegler

Motor-Baby, D-YKIL

Peter Riedels Motor-Condor 'La Falda' ..

.. bei der Montage des 18 PS Kröber M4 Motors

Mü 13 Motor-Merlin, D-14-127

C 10, Motorsegler, D-YAFG

Hi 20 'Mose'

Espenlaub E 33

Bachem 'Lerche'

Rhönsperber mit 20 PS Motor von Ava

Motorgleiter

Ho II m, D-Habicht

Ho III d

Ho III e

Erla 6 A ..

.. D-YDEM

S.M. 5, D-YBEL

Motorsegler und Motorgleiter

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Typenblatt

platz.gif (824 Byte) .Baumuster Entwurf Baujahr Spannweite Länge Höhe Motor zul. Vmax platz.gif (824 Byte)
.Motor-Baby Edmund Schneider - 13,60 m 6,60 m - 1 x 18 PS, Kröber M4 100 km/h
.Motor-Condor Heini Dittmar 1935 17,24 m 7,70 m 1,60 m 1 x 18 PS, Kröber M4 -
.Mü 13 d Akaflieg München 1936 16,00 m 6,00 m 1,42 m 1 x 18 PS, Kröber M4 115 km/h
.C 10 FAG Chemnitz 1937 12,50 m 6,06 m - 1 x 18 PS, Kröber M4 145 km/h
.Hi 20 'Mose' Wolf Hirth - - - - 1 x 20 PS, Krautter -
.E 33 Espenlaub 1939 - - - 2 x 18 PS, Kröber M4 -
.Ho II m Gebr. Horten 1935 16,50 m - - 1 x 80 PS, Hirth HM 60 R 230 km/h
.Ho III d Gebr. Horten 1942 20,50 m - - 1 x 48 PS, Walter Mikron 210 km/h
.Ho III e Gebr. Horten 1944 20,50 m - - 1 x 29,5 PS, Volkswagen 210 km/h
.6A Erla 1939 12,30 m 6,70 m - 1 x 20 PS, Schliha 125 km/h
.S.M. 5 Schneider 1937 10,50 m 6,00 m 1,70 m 1 x 20 PS, ILO 100 km/h