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Dornier
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Dornierwerke GmbH, Friedrichshafen a.B.
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Claudius Dornier

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Direktor:
Prof. Dr.-Ing. F. h. Dipl.-lng. Claudius Dornier
Chefkonstrukteur:
Obering. Albert Presser
Chefpilot:
Egon Fath
Werke:
Friedrichshafen-Löwenthal, Manzell, Oberpfaffenhofen-Neuaubing
Angeschlossene Werke:
Norddeutsche Dornierwerke GmbH, Wismar, Berlin A.G.für Dornier-Flugzeuge, Lübeck, Berlin-Reinickendorf und Altenrhein (Schweiz)
Firmengeschichte:

Prof. Claudius Dornier wurde am 14. Mai 1884 in Kempten im Allgäu geboren, studierte bis 1907 an der TH in München Maschinenbau und ging anschließend in den Eisen- und Brückenbau. 1910 trat er zur Versuchsanstalt des Zeppelin-Luftschiffbaues über. Dort betrieb er statische und aerodynamische Untersuchungen an Luftschiffen, entwarf Metall-Luftschrauben und eine drehbare Luftschiffhalle. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges arbeitete er ein 80000 m³ -Luftschiff für Fahrten nach Amerika aus, dessen Auftrag bei Kriegsbeginn zurückgezogen wurde. Dafür erhielt er nun den Auftrag, als Gegenstück zu dem vom Grafen Zeppelin an Hirth vergebenen Auftrag, ein Riesenflugzeug für das Heer zu entwickeln, ein Riesen-Wasserflugzeug zu konstruieren. Dornier ging an die Aufgabenstellung mit vollkommen neuen Gedankengängen heran, denn er verwendete für den Bau ausschließlich Dural und Stahl und zog die statisch beanspruchten Teile zum Tragen mit heran. Damit gehört Dornier zu den Pionieren der Ganzmetallbauweise und der selbsttragenden Schalen im Flugzeugbau. Sämtliche Dornier-Muster von der Rs I aus dem Jahre 1915  bis zu seinem jüngsten Produkt, der Do 27, sind aus Metall. (Bild; Werkanlagen der Dornierwerke in Manzell, 1935)

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Ein weiteres typisches Entwicklungs-Element Dorniers ist die Tandemanordnung der Triebwerke, die erstmals 1916 als Notlösung bei der Rs II angewendet wurde, weil die vorhandenen Motoren zu schwach waren. Später wurden die Vorteile der Tandemanordnung wissenschaftlich fundamentiert und bei zahlreichen Konstruktionen zur Ursache ihres Erfolges. Unbestritten besaß Dornier auch im Flugboot-Bau eine in der Welt führende Stelle. Hier sind die bewährten 'Flossenstummel' ein Zeugnis seiner überzeugenden Ideen. Das unter der Leitung von Dornier stehende Zeppelinwerk Lindau GmbH, das 1916 von Seemoos nach Lindau-Reutin verlegt worden war, wurde 1922 in Dornier-Werke GmbH umbenannt. Durch das Verbot der Entente war jedoch ein Flugzeugbau unmöglich geworden. Dornier gründete in Italien ein Zweigwerk, wenig später weitere Werke in Spanien, in der Schweiz und in Japan. Inzwischen war der 'Wal' erschienen, der die bekannteste Dornier-Konstruktion werden sollte. Eine Reihe weiterer bekannter Flugboote schloss sich an: 1929 die Do X (siehe Bild) (56 t), 1928 der 'Superwal' (14 t), 1929 die Do S (15 t), 1932 der '8-t-Wal', 1933 der '10-t-Wal', 1936 die Do 18, 1938 die Do 26 und 1940 schließlich der Entwurf des Riesen Do 214. Nicht minder erfolgreich war die Reihe der Landflugzeuge. 'Komet I, II und III' sowie 'Merkur' wurden viel geflogene Verkehrsflugzeuge.

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Die Jagdflugzeugserie begann mit der schnellen D I aus dem Jahre 1918 und lief über Do 11 'Falke' (1922) bis zur Do C 1 (Do 10, 1931) und dem schnellsten Kolbenmotorjäger des Zweiten Weltkrieges, der Do 335. Aus dem Verkehrsflugzeug Do K entstand das Frachtflugzeug Do F (1932), die Bomber Do 11 (1934), Do 23 (1935) und schließlich die Do 17 (1936), aus der wiederum Do 215, Do 217 und Do 317 abgeleitet wurden. Diese Typenauswahl ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den insgesamt 150 Baumustern, die Dornier seit seinem Eintritt in den Flugzeugbau entworfen hat. Die Arbeit Claudius Dorniers wurde 1924 durch die Verleihung des Titels eines Dr.-lng. E. h. der TH Stuttgart anerkannt. 1931 wurde er Ehrensenator der TH München, 1937 Senatsmitglied der Lilienthal-Gesellschaft, deren Gedenkmünze ihm bereits 1932 überreicht wurde, und 1942 erhielt er den Professorentitel.

Die Nachkriegszeit:

Die Zweigwerke in Lübeck und Wismar wurden nach Kriegsende aufgelöst und teilweise demontiert. Die Standorte in Oberpfaffenhofen und Neuaubing (München) dagegen konnten erhalten und später reaktiviert werden. Dort entstanden erfolgreiche Kurzstartflugzeuge wie die Do 27 und Do 28, später die Regionalflugzeuge Do 228 und Do 328.