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DFS
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Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug, Darmstadt-Griesheim
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Hans Jacobs

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Leitung:
Prof. Walter Georgii
Werke:
Darmstadt-Griesheim
Firmengeschichte:

Die Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug (DFS) ging aus der Rhön-Rossitten-Gesellschaft (RRG) hervor, die 1925 von den Pionieren der deutschen Segelflugbewegung zur Entwicklung der Segelflugmöglichkeiten gegründet worden war. Einer der bedeutensten dieser Segelflugzeug Konstrukteure war Hans Jacobs. Er wurde am 30. April 1907 als Sohn des Kapitäns Jacobs in Hamburg geboren. Er erhielt seine Lehrlingsausbildung als Schiffbauer, besuchte dann die Höheren Technischen Lehranstalten in Hamburg und machte als Schiffsbau-Ingenieur sein Examen. 1927 ging er als Konstrukteur zur RRG auf die Wasserkuppe und brachte dort 1930 seine ersten eigenen Konstruktionen heraus. 1931 veröffentlichte er seine 'Werkstattpraxis für den Bau von Gleit- und Segelflugzeugen'. Die Forschungsarbeiten fanden auf der Wasserkuppe statt, wurden aber 1933 infolge der ungünstigen Platzverhältnisse nach Darmstadt-Griesheim verlegt. Im gleichen Jahr wurde die Leitung des Instituts Prof. Dr. W. Georgii übertragen, der es zu einem der bedeutendsten Forschungszentren der deutschen Luftfahrt machte.

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Die DFS war in mehrere Institute aufgegliedert, so in ein meteorologisches Institut unter der Leitung von Prof. Georgii, in ein Institut für Segelflug unter der Leitung des Konstrukteurs Ing. Hans Jacobs, in ein Institut zur Entwicklung schwanzloser Flugzeuge unter Prof. A. M. Lippisch (bekannt durch die Delta Flugzeuge, siehe Bild 1, Delta I in Berlin-Tempelhof 1931), in ein Institut für die Instrumenten Entwicklung und in ein Institut für flugtechnische Untersuchungen, Windkanal-, Funk- und Fernlenkversuche. 1936 wurde Hans Jacobs anlässlich der Olympischen Spiele viele neue Sonderaufgaben gestellt, trotzdem gelang es ihm neue Typen zu entwickeln. Die Erstlingstypen Jacobs waren Rhönadler und Rhönbussard. Der Segelflieger Steinhoff konnte auf Rhönadler 1935 den 504 Kilometer-Streckenflug von der Wasserkuppe nach Brünn durchführen.

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Neben der guten Leistungsfähigkeit dieser Segelflugzeugmuster hat Jacobs bei den gesamten Konstruktionen größten Wert darauf gelegt, den Aufbau so zu wählen, dass das Flugzeug nicht in einmaliger Ausführung hergestellt wurde, sondern für den Serienbau brauchbar war, damit die aufgewandte Arbeit dem gesamten Segelflug zur Verfügung gestellt werden konnte. Das gleiche gilt für das Segelflugzeug Kranich (siehe 2.Bild). Der Kranich wurde mit großem Erfolg für Schulung, Nachprüfung und Blindflugschulung eingesetzt. Militärische Bedeutung erlangte die DFS besonders aber durch die Entwicklung von Lastenseglern, Höhenseglern und einem Hochgeschwindigkeits-Raketenflugzeug.