1925 wurde in Hamburg die Arado Handels GmbH als
ein weiterer Bestandteil des Stinnes-Konzerns gegründet. Sie
befasste sich anfangs mit dem Bau von Heinkel-Doppeldeckern auf
der Werft Warnemünde. Das erste Muster, der Übungsdoppeldecker
51, folgte noch im gleichen Jahr. Ihm folgten eine Reihe
weiterer Übungsflugzeuge, so die SC I (1926), SC II (1926), SC
III (1928) und der im gleichen Jahr erschienene
Wasserflugzeugtrainer W 2. Ebenfalls 1928 erschien der erste
Jagdeinsitzer SD I, dem 1929 SD II, SD III und das
Wasserjagdflugzeug SSD I folgten. Auch ein Verkehrsflugzeug, die
einmotorige V1, entstammt dieser Zeit. Mit ihm wurde der erste
Postflug der Lufthansa nach Teneriffa durchgeführt. 1929
entstanden die Sportflugzeuge L 1 und L 2, erstere von
Dipl.-Ing. Hoffmann konstruiert und für den Mecklenburgischen
Aero-Club gebaut. Sie gab den Anstoß zur Konkurrenzentwicklung V
2 von Ing. Rethel, der bis zur Ar 66 sämtliche Konstruktionen
für Arado durchführte. Rethel kam von Anthony Fokker in
Schwerin. (1.Bild, die Hallen der Arado Flugzeugwerke 1934, mit
der fabrikneuen Arado Ar 77)
Seine bei Fokker gemachten Erfahrungen waren besonders den
ersten Arado-Flugzeugen (SC I, SC II usw.) deutlich anzusehen,
da er die Fokker-Schule bei keinem Flugzeug ganz verleugnen
konnte. Dipl.-lng. Walter Blume setzte in der Anfangszeit seine
erfolgreiche Reihe von Jagd- und Übungsflugzeugen fort. Sein
Debüt war die Verbesserung der Flugeigenschaften bei der Ar 66,
seine Erstkonstruktion bei Arado die Ar 67, bei der erstmals
auch das hervorstechende Merkmal seiner Flugzeuge, das
trudelsichere Leitwerk (Höhenleitwerk hinter dem Seitenleitwerk)
Anwendung fand. Eine lange und erfolgreiche Reihe von Mustern
entstand unter seiner Leitung, so die Ar 79, ein zweisitziges
Reiseflugzeug modernster Konzeption, die Ar 96, das
Standard-Übungsflugzeug der deutschen Luftwaffe, die Ar 196, das
Standard-Bordflugzeug der deutschen Kriegsmarine, die Ar 234
(siehe 2.Bild), der erste Düsenbomber der Welt und die Ar 240,
eine der schnellsten Kolbenmotorjäger seiner Zeit, um nur einige
zu nennen. Walter Blume, der später seinen Professortitel
erhielt, war im Ersten Weltkrieg Jagdflieger und wurde mit dem
Pour le Merité ausgezeichnet. In den Nachkriegsjahren hatte er
zusammen mit Hentzen als Student in Hannover verschiedene
Sportflugzeuge, darunter auch die erste deutsche Konstruktion
mit Einziehfahrwerk, gebaut.
Die Nachkriegszeit:

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die Arado Flugzeugwerke
zerschlagen und demontiert.
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