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Bauelemente des Motor- und Segelflugzeuges
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Die Zelle des Motorflugzeuges unterscheidet sich von der des Segelflugzeuges weniger durch den grundsätzlichen Aufbau als durch die Bauausführung. Der Flügel besteht wie beim Segelflugzeug aus Holmen und Rippen, der Rumpf ist hier wie dort aus Gurten und Spanten aufgebaut. Infolge der größeren Geschwindigkeiten und der größeren Belastung des Motorflugzeuges ist die Ausführung der Zellenteile schwerer als beim Segelflugzeug. Größer waren die Unterschiede in der Metallbauweise, die sich beim Motorflugzeug mehr und mehr durchsetzte. Die Verarbeitung bedingt ganz andere Verfahren. Bestimmte Richtlinien haben sich im Laufe der Jahre herausgebildet. So gibt man hier der Beplankung etwas größere Materialstärke und spart durch diese 'tragende Außenhaut' erheblich an Gewicht. Um den Luftwiderstand gering zu halten, wurde die Wellblechbeplankung durch die Glattblechbeplankung ersetzt. Nieten an der Außenseite wurden versenkt, der Lackierung wurde größte Sorgfalt zugewendet. Der Zellenbau hat nicht unwesentlich zur Erhöhung der Geschwindigkeit beigetragen. Beim Flugzeugbau unterscheidet man im Wesentlichen drei große Bauteile oder Baugruppen, und zwar die Gruppe 'Triebwerk', die Gruppe 'Zelle' und die Gruppe 'Ausrüstung'. Zur Gruppe Triebwerk gehört alles, was mit den Motoren und Luftschrauben zusammenhängt, also neben dem eigentlichen Motor, dessen Teile bei äußerster Leichtigkeit natürlich die erforderliche Festigkeit, besonders auch gegenüber Schwingungen, aufweisen müssen, auch die Kühler, die die Wärme abführen, dabei aber möglichst wenig Luftwiderstand haben sollen, ferner die ungeheuer schnell laufenden Ladegebläse zur Erreichung der großen Höhen und anderes mehr. Die Gruppe Ausrüstung umfasst alle Messgeräte zur Überwachung des Flugzustandes und des Triebwerks, ferner alles Navigations- und Funkgerät sowie die Waffen. Die Entwicklung der Ausrüstung bis zur Vollendung ist für jeden Einzelbestandteil das Ergebnis gründlicher Sonderforschung.

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Bauelemente des motorlosen Flugzeuges
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Rumpf

Wenn wir den Aufbau des motorlosen Flugzeuges betrachten wollen, so müssen wir mit dem einfachsten Muster beginnen, mit dem 'Gleitflugzeug', wie es heute zur Anfängerschulung verwendet wird. Es besteht, wie jedes andere Flugzeug, aus drei Hauptteilen: Rumpf, Tragflügel und Steuerorganen. Seine Bauart ist mit Rücksicht auf eine billige Herstellung, schnelle Reparaturmöglichkeit und die hohen Festigkeitsanforderungen bei der Schulung möglichst einfach und fest. In strömungstechnischer Hinsicht braucht es nicht besonders hochwertig zu sein. Der Gitterrumpf besteht aus dem von kräftigen Stäben gebildeten Spannturm und dem Gitterschwanz. Am Spannturm sind die beiden Tragflächenhälften in Beschlägen aufgehängt und ungefähr von ihrer Mitte aus gegen die obersten und untersten Bauteile den Spannturmes durch Stahlkabel fest 'verspannt'. Zum genauen Einstellen der Flügel gegen den Spannturm und zum Spannen der Kabel benutzt man sog. Spannschlösser. Der Spannturm dient weiterhin zur Aufnahme des Flugzeugführers. Vor dem Sitz der stets mit Anschnallgurten versehen sein muss, befinden sich der Steuerknüppel und der Fußhebel zur Bestätigung des Seitenruders. Auf der Unterseite wird der Spannturm durch eine kräftige Eschenholzkufe begrenzt, auf der das Flugzeug bei Start und Landung gleitet. Bei den meist ungünstigen Geländeverhältnissen und den geringen Landegeschwindigkeiten erfüllt sie ihren Zweck besser als Räder. An der Spitze der Kufe ist der Starthaken angebracht, in den beim Start das Gummiseil mittels eines Ringes eingehängt wird. An die hintere Strebe des Spannturmes ist der Gitterschwanz angeschlossen, der an seinem Ende das Höhen- und Seitenleitwerk trägt. Er ist als ebener Träger mit Obergurt, Untergurt und Zwischenstäben ausgebildet und muss, um die Ruderkräfte aufnehmen zu können, gegen die Flügel verspannt sein.

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Tragflügel

Der Tragflügel ist der wichtigste Teil des Flugzeuges, denn seine Aufgabe ist es, die Luftkräfte zu erzeugen, die zum Fliegen nötig sind. Diese Auftriebskräfte sind abhängig von der Form, d.h. vom Grundriss und vom Profil (Querschnitt) des Flügels. Von deren Durchbildung hängt daher die Güte des Segelflugzeuges ab. Bei einem Schulflugzeug ist der Tragflügel möglichst einfach aufgebaut. Er besitzt rechteckigen Grundriss und gleich bleibendes Profil über die ganze Spannweite, die etwa 10 bis 12 m beträgt. Auf den Holmen, die die tragenden Hauptteile darstellen, werden die Rippen in Abständen von 15 bis 25 cm aufgereiht und befestigt. Diese werden an der Stirnseite durch die sog. Nasenleiste, an ihren Enden durch die Endleiste verbunden und geben der Stoffbespannung und damit dem Tragflügel die richtige Form. Die auf den Flügel wirkenden Luftkräfte werden in umgekehrter Reihenfolge über die Stoffbespannung, Rippen und Holme auf das Flugzeug übertragen. In ähnlicher Weise wie der Flügel sind auch die Leitwerksflächen ausgebildet.

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Bauelemente des Motorflugzeuges
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Alle übrigen Teile des Motorflugzeuges, wie oben bereits beschrieben, bilden die Gruppe Zelle, zu der folgende Hauptteile gehören:
(Die Unterteilung in Hauptteile, bzw. Haupttrennstellen im Flugzeugbau hatte den Vorteil einer schnellen und unkomplizierten Montage. Ein weiterer Vorteil war die Verwertung bereits abgeschriebener Maschinen, dessen einzelne Abschnitte Wiederverwendung zum Bau eines neuen Flugzeuges fanden.)

Tragwerk


Das Tragwerk, das aus dem gesamten Aufbau der Tragflächen oder des Flügels besteht. Unter Flügel versteht man die beiden Tragflächen in ihrer ganzen Spannweite, wenn man zuweilen auch vom rechten oder linken Flügel spricht. Er besteht aus einem oder mehreren quer zur Flugrichtung liegenden Trägern, 'Holmen' genannt, auf die in Flugrichtung liegende 'Rippen' aufgesetzt sind, die mit ihren nach strömungstechnischen Gesichtspunkten geformten Querschnitten und darauf befestigten Blech-, seltener auch Stoffhaut, dem Flügel seine äußere Form geben.

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Rumpf

Der Rumpf, worunter man den Flugzeugrumpf - oder das Boot bei Flugbooten - einschließlich aller Einbauten versteht. Er ist aus Querträgern, so genannten 'Spannten' - ähnlich wie im Schiffsbau - , deren unterschiedliche Form seine äußere Gestalt ergeben und aus Längsträgern zusammengesetzt, die die Spanten zu einem einheitlichen Festigkeitsgerüst miteinander verbinden. Von wesentlichem Einfluss für die Konstruktion des Rumpfes sind der Verwendungszweck des Flugzeuges und die Motorenanlage. Bei einmotorigen Flugzeugen befindet sich im allgemein der Motor in der Rumpfspitze, und je nachdem, ob es sich um einen Sternmotor handelt, der einen runden Rumpfquerschnitt als Fortsetzung nahe legt, oder um einen Reihenmotor, der mehr zum ovalen oder rechteckigen Rumpfquerschnitt führt, ergeben sich die Gesichtpunkte für die Rumpfkonstruktion. Schließlich sind auch noch strömungstechnische Gesichtspunkte maßgebend, wenn man z.B. den Rumpf in möglichst guter Form in den Flügel - oder umgekehrt - überleiten will.

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Fahrwerk

Das Fahrwerk, das sowohl ein Landfahrgestell als auch ein Schwimmgestell sein kann. Bei Landflugzeugen gehört hierzu der Sporn oder das Heckrad, die beim Landen und im Stand das Gewicht des Rumpfendes und des Leitwerkes zu tragen haben. Es ist leicht einzusehen, dass das Fahrgestell mit seinen Streben und den dicken Rädern einen außerordentlich hohen Luftwiderstand erzeugt. Je schneller nun ein Flugzeug fliegt, um so mehr wächst der Anteil des Fahrgestells am schädlichen Widerstand. Das führte dazu, diesen Widerstand zu beseitigen. So kam zum einziehbaren Fahrgestell, das bei einmotorigen Flugzeugen seitwärts in die Tragflächen, bei mehrmotorigen rückwärts in die Motorgondeln eingefahren wird.

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Leitwerk

Das Leitwerk, das aus allen festen und beweglichen Flächen des Höhen- und Seitensteuerorganismus besteht. Die Querruder werden im allgemeinen zum Tragwerk gerechnet, da sie in die Flügel eingebaut sind. Feste Flächen heißen 'Flossen', die beweglichen 'Ruder'.

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Motor

Der Motor ist die Kraftquelle für die Bewegung des Flugzeuges im Raum. Er befähigtes, Lasten mit großer Geschwindigkeit über weite Strecken zu befördern. Von seiner Zuverlässigkeit und Leistung hängt die Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Luftfahrt ab. Mir der Vervollkommnung der Flugzuge muss die Weiterentwicklung der Motoren Schritt halten. Der Kraftbedarf eines Flugzeuges wird bestimmt durch die gewünschten Flugeigenschaften und durch die strömungstechnische Gestaltung der Flächen, des Rumpfes und aller übrigen Teile.

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