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Luftwaffen Katapultschiffe
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Um mit normalen Flugbooten die Atlantikstrecke bewältigen zu können, ließ die Lufthansa vier schwimmende Stützpunkte bauen, die mit Katapult, Kran, Betankungs- und Wartungseinrichtungen ausgerüstet und an festen Punkten auf dem Nord- und Südatlantik stationiert waren. Die Namen der Schiffe: 'Schwabenland', 'Westfalen', 'Friesenland' und 'Ostmark'. Obwohl diese Flugzeugmutterschiffe während des Krieges auch Flugboote der Luftwaffe aufnahmen, hatte die Luftwaffe jedoch eigene Schleuderschiffe, die vornehmlich in der Ost- und Nordsee sowie der norwegischen Küste stationiert waren. Diese drei Schleuderschiffe trugen den Namen: 'Falke', 'Bussard' und 'Sperber'

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Drei BV 138 C-1 auf dem Schleuderschiff 'Bussard'

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Die Dornier Do 26 V5 auf dem Schleuderschiff 'Friesenland'

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Die Dornier Do 26 V5 beim Warmlaufen auf der 'Friesenland'

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Die 'Falke' mit zwei Flugbooten, BV 138 C-1, an Bord

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Katapultschiff 'Sperber'

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Eine BV 138 C-1, und hier eine ..

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.. Do 18 D-3, auf dem Katapultschiff 'Sperber' fertig zum Start

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Katapultschiff 'Ostmark'

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Die Katapultanlage der 'Ostmark'

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Katapultschiff 'Westfalen'

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Katapultschiff 'Schwabenland'

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Die BV 139 'Nordmeer' wird mittels Kran an Bord der 'Schwabenland' gehievt

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Deutsche Antarktische Expedition
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Die Geschichte der deutschen Antarktiserforschung geht auf das Jahr 1873 zurück, als Eduard Dallmann im Auftrage der zuvor gegründeten deutschen Polarschifffahrtsgesellschaft mit seinem Schiff 'GRÖNLAND' neue Regionen und Passagen in den antarktischen Gewässern entdeckte. Unter anderem entdeckte Dallman die Kaiser-Wilhelm-Inseln am westlichen Ausgang der Bismarkstraße entlang der Biscoue Inseln. Die Deutschen erwiesen sich in der Erforschung der Polar Regionen schon damals innovativ, denn die 'GRÖNLAND' war das erste Dampfschiff überhaupt, das die antarktischen Gewässer erkundete. In den darauf folgenden 60 Jahren fanden acht weitere Expeditionsvorstöße sowie zwei weitere Hauptexpeditionen, nämlich 1910 unter Wilhelm Filchner mit dem Schiff 'DEUTSCHLAND' sowie 1925 mit dem Polarschiff 'METEOR' unter der Leitung von Dr. Albert Merz. In den Vorkriegsjahren wurde das Hegemoniebestreben der deutschen Militärführung immer stärker, einen Stützpunkt im antarktischen Eis aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt war der Südpol noch nicht durch die internationalen Antarktisverträge gesichert, eine Absteckung des Gebietsanspruches vor Ausbruch des unmittelbar bevorstehenden Krieges schien strategisch äußerst sinnvoll und konnte zudem dank der nationalsozialistischen Propaganda als weiterer Schritt zur Wahrnehmung deutscher Interessen und Demonstration von Großmächte ausgenutzt werden. Auf der anderen Seite musste eine weitere Provokation der Alliierten (noch!) vermieden werden.

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So wurde in Zusammenarbeit mit der deutschen Lufthansa der Gedanke einer militärisch-politische Operation unter dem Deckmantel einer zivilen Expedition entwickelt und umgesetzt. Ein politisch brisanter Balanceakt am Vorabend des Krieges. Das Kommando über dieses Unternehmen sollte der erfahrene Polarkapitän Alfred Ritscher innehaben. Als Schiff wurde die 'SCHWABENLAND' ausgewählt, der schwimmende Flugzeugstützpunkt der Lufthansa, der mithilfe von Dampfkatapulten 10t schwere Dornier 'Wale' Flugboote starten konnten. Diese revolutionäre Technik verwendete die Lufthansa bereits seit 1934 für den Postverkehr mit Südamerika. Die 'SCHWABENLAND' (siehe Bild) wurde noch im Herbst 1938 in Hamburger Werften für die Expedition antarktistauglich gemacht, was allein die enorme Summe von 1 Mio. Reichsmark verschlang und ein Drittel des veranschlagten Expeditionsbudgets ausmachte. Während die Schiffsvorbereitungen auf Hochtouren liefen sorgte die deutsche Polarschifffahrtsgesellschaft auch anderweitig für Aufsehen. Auf ihre Einladung hin traf Mitte November 1938 der - damals schon legendäre - amerikanische Antarktisforscher Rychard E. Byrd in Hamburg zur Sonderaufführung seines neuen Antarktisfilmes ein. Dieser Film wurde in der Urania in Hamburg vor 82 Anwesenden, davon 54 Mitglieder der Schiffsbesatzung zur Schulung und Vorbereitung auf die anstehende Expedition vorgeführt. Byrd, der bereits 1929 den Südpol fast überflogen hatte, war zu dieser Zeit noch im Status eines Zivilisten, wenngleich ein Nationalheld für die Amerikaner. Es mag eine Ironie der Geschichte sein, dass genau dieser Richard E. Byrd im Jahre 1947 im Rang eines US Admirals die größte militärische Operation der Antarktis leitete. Jene bis heute geheime Operation, die höchstwahrscheinlich die Zerstörung des deutschen Antarktisstützpunktes 211 bewirken sollte und die höchstwahrscheinlich völlig gescheitert ist. Die 'NEUSCHWABENLAND' verließ Hamburg am 17.12.1938 und erreichte die Antarktis am 19.01.1939 bei 4° 15´ W und 69° 10´S. In den folgenden Wochen wurden auf insgesamt 15 Flügen der beiden Flugboote 'BOREAS' und 'PASSAT' fast 600.000 Quadratkilometer Fläche überflogen und mit Zeiss Reihenmesskameras RMK38 fotografiert.

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Nahezu 11.000 Bilder dokumentieren dies heute noch. Knapp 1/5 der antarktischen Fläche wurde so erstmals dokumentiert und gleichzeitig als deutsches Reichsgebiet deklariert: 'NEU-SCHWABENLAND'. Um diesem Anspruch auch im Äußeren gerecht zu werden, warfen die beiden Flugzeuge insgesamt über 100 deutsche Fallflaggen ab. Gleichzeitig wurde entlang der Nordküste mit den damals üblichen Steckflaggen geflaggt. So kommt es das das gesamte Nördliche Segment der Antarktis deutsche Namen trägt, jene Namen von hohen Berliner Reichsbeamten, die diese Expedition politisch und militärisch vorbereiteten. Teilweise wurden nach dem Antarktisvertrag von 1957 Gebirgszüge neu benannt (QUEEN MAUD LAND) und unter norwegisches Protektorat gestellt. Aber auf alten Karten finden sich noch alle alten Namen. Die Expedition brachte einige neue Erkenntnisse, auch zu heißen Quellen in der Antarktis, denn sie entdeckte (erstmals?) regelrechte geothermische Inseln mit schmalen Anzeichen von Vegetation auf dem überflogenen Gebiet. Mitte Februar verließ dann die 'SCHWABENLAND' wieder das antarktische Eis. Auf der zweimonatigen Heimreise wurde das kartographische Material gesichtet und vorausgewertet. Von Kapitän Ritscher ist bekannt, dass er eine weitere Expedition mit verbesserten 'leichteren Flugzeugen auf Kufen' vorbereitete. Im Oktober 1939 sollen dann die zivilen Expeditionsvorbereitungen eingestellt worden sein.

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